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"Landsberger Allee", 1994

Der Wettbewerb verlangte, wie die Projektleiterin, Barbara Zimmer, formulierte, die Lösung für eines der schwierigsten Probleme, mit denen sich der Städtebau in Europa auseinandersetzen muss, die endlose Ausdehnung industriell gefertigter Baukörper in Gestalt monotoner Blöcke bar jeglicher Definition des öffentlichen Raumes.

Die Jury pointierte dies Einschätzung noch mit folgender Äußerung: "Die Monotonie der Landsberger Allee erreicht einen absoluten Tiefpunkt an der Kreuzung mit der Rhinstraße just an der Stelle, wo einem Marzahn noch bevorsteht." Mit dieser Situation also mußten sich die Teilnehmer des Wettbewerbes konstruktiv auseinandersetzen und dabei unter Berücksichtigung umfangreicher privater Investitionsabsichten die städtebaulichen Entwicklungsvorgaben der Stadt wie der Bezirke, die auf die Schaffung eines eigenständigen, lebendigen Quartieres am Eingangstor zum Stadtrand zielten, umsetzen.

Der trotz Nichteinhaltung einiger Vorgaben der Auslobung prämierte Entwurf von Daniel Liebeskind setzte der vorhandenene Situation ein Konzept entgegen, das sich ganz bewußt von seiner Umgebung absetzt. Es beruht auf einer Gestaltung des öffentlichen Raumes durch Aneinanderreihung differenzierter Raumfluchten, die einerseits die künftige Entwicklung strukturieren, andererseits Raum lassen für weitere Entwicklungen.

Wettbewerbsergebnis

Abb.: Lageplan des 1. Preises; Foto: Hans-Joachim Wuthenow, Berlin


1. Preis: Daniel Libeskind, Berlin

2. Preis: Dörr Ludolf Wimmer Architekten, Berlin

3. Preis: Stefan Scholz in Bangert Scholz Architekten, Berlin

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