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Neubau des Hasso Plattner Institut in Potsdam Babelsberg, 1999

Das Wettbewerbsverfahren für den Neubau der Belgischen Botschaft im Berliner Bezirk Mitte in der Jägerstraße stellte unter den vielfältigen Erscheinungsformen der Botschaftsplanungen in Berlin eine Ausnahme dar. Zur Ermittlung eines alle Anforderungen optimal reflektierenden architektonischen Entwurfs wurde eine Konkurrenz nach den deutschen Grundsätzen und Richtlinien für Wettbewerbe (GRW 95) ausgelobt. Dies führte dazu, dass berechtigte belgische Interessen sich plötzlich mit sehr deutschen Vorschriften konfrontiert sahen und verlangte von uns - als mit der Wettbewerbsbetreuung beauftragtes Büro - das Austachieren zwischen diesen beiden Polen.

Zunächst betreute das Büro ein GATS-weites Bewerberverfahren. Hierdurch wurden die Wettbewerbsteilnehmer identifiziert. Interdisziplinarität war gefragt: Teams aus Architekten, Landschaftsplanern und Beratenden Ingenieuren für Tragwerksplanung und Technische Ausrüstung. Die vom Büro, projektleitend Barbara Zimmer, erstellte Bewertungsmatrix berücksichtigte Erfahrungen beim Bauen in denkmalgeschützter Umgebung, bei der Sanierung und dem Umbau von Gebäuden mit Verwaltungs-, Publikums- und Sicherheitsbereichen sowie Kenntnisse in kostenoptimiertem Bauen. Nicht zuletzt waren Teilnehmer gesucht, die mit ihrem Entwurf die repräsentativen Ansprüche erfüllen könnten.

In Vorbereitung des Wettbewerbes erfolgte eine Präzisierung und Abstimmung der Aufgabenstellung mit dem Bauherren. Der zum Umbau vorgesehene Plattenbau wurde mit einer präzisen Bestandserfassung, strukturell, konstruktiv, geometrisch, hinsichtlich Bauzustand incl. Brandschutz und Wärmeschutz etc. dokumentiert.
Im Preisgericht waren auf belgischer Seite Vertreter des Außenministeriums und der Vorsitzende des Nationalen Rats der Architektenkammer Brüssel neben dem Botschafter selbst vertreten, auf kommunaler Seite u.a. der Präsident der Berliner Architektenkammer und die Senatsbaudirektorin.

Der Siegerentwurf schaffte den geforderten Spagat zwischen ökonomischen und repräsentativen Ansprüchen und setzt gleichzeitig die erwartete symbolische Aussagekraft der neuen Repräsentanz Belgiens sinnfällig dreidimensional um.

Wettbewerbsergebnis

 


1. Preis - Elisabeth Rüthnick, Berlin

2. Preis - Prof. Pfeiffer, Ellermann, Preckel, Berlin

3. Preis - W. v. Lom & Partner, Düsseldorf

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